Tipps für Steildächer und flach geneigte Dächer

Nützliche Hinweise für Hausbesitzer mit einem Dach über dem Kopf, oder die, die es werden wollen

Werte Damen und Herren,

„Eigentum verpflichtet“. Das hat ein Jeder schon mal gehört. Das ist leider nicht nur eine Floskel, sondern bittere Wahrheit.

Auf Grund der Tatsache, dass die extremen Wetterereignisse nicht weniger werden und Versicherungen dazu übergehen, Schäden nur noch zu regulieren, wenn der Immobilieneigentümer sein Dach oder Sonstiges am Haus nach den anerkannten Regeln der Technik hat errichten und auch regelmäßig warten lassen, ist es für Sie umso wichtiger zu wissen, was entscheidend sein kann. Hierzu möchten wir Ihnen einige Hilfestellungen geben.

Diese können nicht umfänglich und vollständig sein, jedoch möchten wir auf die aus unserer Sicht Wichtigsten eingehen.

Was ist zu beachten bei Steildächern ab 20° Dachneigung und flach geneigten Dächern bis 20° Dachneigung?

Windsog!

Dachdeckungen sind grundsätzlich gegen Windsog zu sichern. Das bedeutet, dass z. B. die Dachziegel mit speziellen Klammern oder Clip-Schraub-Kombinationen auf der Unterkonstruktion befestigt werden müssen. Dafür gibt es Berechnungsprogramme bei vielen Herstellern aber auch in der Dachdecker-Fachregel, wonach auszuführen ist.

Schneefang!

Schneefänge sind nach Landesbauordnung anzuordnen und einzubauen. Grundsätzlich über Flächen von öffentlichem Gelände wie Bürgersteigen, Parkplätzen etc. Weiterhin sollten Sie überlegen, wo auf Ihrem privatem Gelände Schaden durch herabfallenden Schnee entstehen kann. Auch für Schneefänge gibt es mittlerweile höhere Anforderungen. So reicht es nicht mehr nur aus, eine Schneefangreihe an der Traufe (Rinnenbereich) einzubauen, sondern nach speziell zu erfolgender Berechnung kann es notwendig werden, eine 2. Reihe oder gar Dritte darüber in die Dachfläche zu montieren, da dies zur Entlastung der einen Reihe an der Traufe führt und diese dann nicht bei großer Schneelast versagt.

Entwässerung!

Auch die Entwässerung der Dächer ist ein wichtiger Aspekt. Da die kurzzeitigen Niederschlagsmengen sehr stark zugenommen haben, haben sich in den letzten Jahren auch die Dimensionierungen der Rinnen und Fallrohre geändert und angepasst.

In aller Regel müssen entweder größere Rinnen und Fallrohre montiert werden, als früher gewohnt oder es müssen mehr Fallrohre zur Wasserableitung installiert werden. Auch hierzu kann Ihnen jedes Fachunternehmen eine Berechnung vorlegen, nach der dann auszuführen ist. Jedoch ist ein kurzzeitiges Überlaufen von Rinnen nicht gänzlich ausgeschlossen. Dadurch entsteht gewöhnlich kein Schaden, aber der Umstand sollte in jedem Fall auf ein einzudämmendes Maß reduziert werden.

Laubfang!

Laubfänge in Rinnen, egal welcher Art, sind mit Skepsis zu betrachten. Auch in der Rinne liegende Laubsiebe verstopfen und sind laut Hersteller 1 mal jährlich zu reinigen. Laubfangsiebe die in den Rinnenablaufstutzen montiert sind, verstopfen mit den ersten Blättern die fallen, weil diese sich vor das Sieb aufschieben und somit den Ablauf gleich einschränken. Sofort beim nächsten stärkeren Regen läuft die Rinne über. Von solchen Konstruktionen können wir nur abraten, da sie ebenfalls sehr wartungsintensiv sind und keinen nützlichen Effekt erzielen.
Besser ist ein Einlaufkörper mit Sammeleimer für das Laub zu ebener Erde, worin das Fallrohr einmündet. Hier können Sie jeden Tag, mit geringstem Aufwand den Eimer leeren und alles ist gut. Dazu gibt es verschiedene Produkte am Markt, die einsetzbar sind.

Unterdach!

Beim Dachbau sind viele Regeln einzuhalten und umzusetzen, die für die Wertigkeit des Daches entscheidend sind. Ein sehr wichtiger Aspekt ist das Unterdach, oft mit Unterspannbahnen ausgeführt. Hierzu gibt es seit geraumer Zeit erhöhte Anforderungen gerade im Neubaubereich aber auch bei Sanierungen, wenn das Dach zu Wohnzwecken genutzt und das Dach gedämmt wird. Hierzu ist eine sogenannte „Behelfsdeckung“ auszuführen, die in aller Regel aus Unterdachbahnen der Klassifizierung UDB-A, mit Klebestreifen in den Überlappungen und mit Dichtstreifen unter den Konterlatten auszuführen ist. Unterspannbahnen mit gleichzeitiger dichtenden Wirkung unter den Konterlatten ohne Dichtstreifen sind nach dem Regelwerk für das Deutsche Dachdeckerhandwerk nicht zulässig.

Wir sagen immer, die Betonung liegt auf „Dach“. Das Unterdach muss im Fall, dass es einmal Schäden an der Dacheindeckung oder Schneeeintrieb gibt, was ja durchaus passieren kann und normal ist, wie ein Dach funktionieren. Außerdem soll schon während der Bauphase vermieden werden, dass die Dachkonstruktion stark durchnässt und ggf. bei eingebauter Dämmung diese schon sehr viel Wasser aufnimmt, welches dann schon zu ersten Bauschäden führen kann. Insofern ist auch hier große Sorgfalt für diese Dachebene notwendig. Leider ist die gängige Praxis, aus Unwissen oder aus übertriebener Sparsamkeit, dass hier falsch oder unzureichend ausgeführt wird. Tun Sie das bitte nicht!

Holzbauteile!

Empfehlen möchten wir noch, weil das auch immer wieder ein Thema ist, dass Holzbauteile aus Glattkantbrettern oder ähnlichem, die der UV-Strahlung und der Witterung ausgesetzt sind, nicht mit Lasuren oder ähnlichem geschützt werden, sondern eher mit Schiefer, Dachplatten in kleinen Formaten oder auch mit Blech in unterschiedlichsten Farben. Das ist dauerhaft und verursacht keine aufwendigen Unterhaltungsmaßnahmen. Außerdem kann damit der Dachabschluss sehr schön gestaltet werden.

Wartung!

Dächer sind mindestens 1 mal im Jahr einer Wartung zu unterziehen. Hier können durch einen Fachmann frühzeitig Maßnahmen erkannt und ergriffen werden, die durch Witterungs- und Natureinflüsse zwangsläufig entstehen. Er kann Ihnen aber auch Ratschläge geben, was z. B. bei älteren Dächern an Reparaturaufwand notwendig ist. In jedem Fall schafft eine Wartung für Sie mehr Sicherheit und gewährleistet die Minimierung von Schäden.

Gern erstellen wir für Ihr Objekt, ob zur Wartung, Dachsanierung oder Dachneubau ein entsprechendes Angebot. Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns. Wir sind für Sie da.

Ihr MEISTERDACH-Team

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